Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe Ihren Aufsatz über Fehlurteile gelesen - sehr sehr treffend und traurig, dass wir leider alles bestätigen können.

Wir sind auch Justizopfer - auf 2 betrügerische Bauträger reingefallen.
Einer der Bauträger hat entgegen der MaBV verstoßen und von uns Geld im Juni 2006 abgeknöpft (bevor irgendwelche Erd- oder Bauarbeiten erfolgt sind).
Beide Bauträger dürften sich auf die Insolvenz zubewegen. Einer der beiden ist bereits 2006 untergetaucht und mehrfach vorbestraft.
Wir haben auf Rückzahlung des Geldes geklagt. Die Richter haben in der 2. Instanz dem Bauträger Recht gegeben.
Der Bauträger hat Erdarbeiten, im Augus 2007!!! angeblich nachgeholt.
Dabei hat der Bauträger nur Erdarbeiten als Erschließungsträger für die Gemeinde ausgeführt.
Diese Arbeiten gehören nicht einmal zu unserem Bauvertrag.
Die Richter haben unsere Einwände, unsere Baubeschreibung aus dem Bauvertrag verschlampt und einfach ignoriert.
Das Schutzgesetze MaBV wurde bei uns nicht angewandt!
Das Urteil samt "Sachverhaltsdarstellung" ist so auffallend falsch, dass ich jedesmal, wenn ich es lese einen Tobsuchtsanfall bekomme.

Die Dienstaufsichtsbeschwerde hatte keinen Erfolg --> richterliche Unabhängigkeit.
Der BGH hat an der falschen Tatsachenfeststellung des OLG festgehalten und eine Revision nicht zugelassen.
Obwohl wir versucht haben aufzuklären.

Eine Anzeige wegen Prozessbetrug läuft noch gegen den Bauträger und eine selbst geschriebene Verfassungsbeschwerde.
Aber scheinbar möchte die Staatsanwaltschaft auch nicht wirklich tätig werden
und bei einer Erfolgsquote von nur 2% bei Verfassungsbeschwerden haben wir wohl auch keine realistische Chance.

Neben dem verlorenen Geld an den Bauträger, haben wir sämtliche Gerichts- und Anwaltskosten zu tragen.
Die nervliche Belastung ist enorm und hat sich mittlerweile auf unsere Gesundheit entsprechend ausgewirkt.

Eine Familiengründung bzw. meinen Kinderwunsch habe ich jetzt leider abschreiben müssen.
weil die Schulden, die nervliche Belastung und die Enttäuschung von der Justiz, Behörden und Gesetzgebung zu groß ist.
Wir werden beide berufstätig bleiben müssen, um unsere Schulden abzahlen zu können.
Da bleibt keine Zeit und kein Geld für Kinder.
Außerdem ist es nicht fair ein Lebewesen in die Welt zu setzen, dass in einem so erbärmlichen "Rechtssystem"
um nicht zu sagen "Unrechtssystem" aufwachsen zu lassen.

Für Tipps, Anregungen oder Hilfestellungen sind wir natürlich dankbar.
Aber bei einem solchen Mist, der einen wiederfährt, wird man meistens von allen alleine gelassen...

 

Mit freundlichen Gruessen,

 

Name und Anschrift sind der Redaktion bekannt

 

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